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3.December, 2005

Yeti - Bald Debüt?

Filed under: CD´s

Wieder bin ich in den Genuss von einer durchaus überzeugenden Platte gekommen. Leider liegt mir zur Zeit kein Debüt-Termin vor. Aber eines kann ich euch jetzt schon sagen: Wer die Libertines liebt/geliebt hat, wird auch diese Platte lieben. Es ist immerhin die Band vom Ex-Libertine-Bassisten.

bisher gehört:
- Never Lose Your Sens Of Wonder

The Cribs - The New Fellas

Filed under: CD´s

Es ist wohl auch eines der Highlights dieses Jahres. Mit Songs wie Mirror Kissers oder anderen kann man in den Untiefen der Rock,Indie- - so möchte ich das jetzt mal bezeichnen - versinken.
Hört euch die Platte doch einfach mal!

Bewertung: Klasse, passend zu Weihnachten!

16.November, 2005

“Theater 2″

Filed under: Alltag

Zweiter Akt

(Bühnenbild: Wie beim Ersten Akt. Erna sitzt immer noch auf ihrem Stuhl, liest Zeitung und schlüft immer mal wieder an ihrer Tasse, gefüllt mit Tee. Vorgang wiederholt sich, bis es klingelt.)

Erna: Wer stört? Wenn man alt ist, bekommt man immer soviel Besuch. Man hat nie Zeit für sich.

(Erna nimmt ihre Tasse in die Hand, steht vom Stuhl auf und geht zum Bühnenrand, um die Tür zu öffnen.)

Erna: Ja hallo Alfons. (Ein älterer Herr kommt auf die Bühne) Wir haben uns ja ewig nicht gesehen.

Alfons: Grüß dich, Erna.

Erna: Setz dich doch.

Alfons: Danke sehr.

(Er nimmt seinen Hut ab und fährt sich mit beiden Händen über das Gesicht.)

Erna: Geht es dir gut?

Alfons: Man wird alt. Alt und krank.

Erna: Wer sagt denn so etwas?

Alfons: Schau dich doch in den Spiegel.

(Erna steht auf, und geht zum Spiegel, der neben dem Eingang an der Wand hängt.)

Was siehst du?

Erna: Ein altes Weib, das sich soeben mit ihrer besten Freundin zerstritten hat, und es liebt ihren Tee alleine trinkt.

Alfons: Sonst nichts?

Erna: Doch, warte.

(Pause)

Da war noch etwas…

(Pause)

…ich empfange nicht gern Besuch, vorallem nicht von alten alleinstehenden Männern.

(Alfons steht vom Stuhl auf und geht auf Erna zu.)

Alfons: Erna, du weißt, wieviel wir schon gemeinsam erlebt und gelebt haben.

(Erna dreht sich zu Alfons um und streckt ihm ihre Wange hin zum Kuss)

Aber ich muss dir unbedingt etwas sagen.

(Pause)

Ich werde mein Leben nun endlich genießen.

Erna: Nun mach schon…

Alfons: Du weißt es schon?

Erna: Ja, ich hab das schon gemerkt, als du das letzte Mal mit mir im Park spazieren warst.

Alfons: Ja dann bleibt nicht mehr viel zu sagen. Genieße dein Leben. Es war immer lustig mit dir.
(lange Pause)

Ich werde dir auf jeden Fall eine Karte aus Amerika schreiben. Elionore und ich haben uns nämlich ein Haus gekauft.

(Pause. Erna geht zurück zum Tisch und setzt sich hin.)

Erna: Ich dachte sie wollte sich an Harald ranschmeißen?

Alfons: Also ich bitte dich, Harald ist Elionores jüngerer Bruder. Du solltest ihn unbedingt einmal kennenlernen. Er liebt es, Tee zu trinken.

Erna: Danke. Aber ich trinke schon immer alleine. Und das schon seit 20 Jahren. Ich brauche niemanden. Genieß du nur dein Leben.

(Beide verlassen die Bühne.)

Ende

“Theater”

Filed under: Alltag

Es war wohl ein Mittwoch, an dem ich einmal zwei ältere Damen beobachtete. Also schrieb ich das.

Erster Akt

(Zwei alte Damen kommen auf die Bühne, beide mit Tragetaschen in ihren Händen. Erna und Elionore. Erna geht zum Herd und setzt Tee auf. Elionore nimmt beim Tisch Platz.)

Erna: Heute ist es aber sehr kalt draußen.

(Pause)

Elionore: Da hast du Recht. So kalt war es schon lange nicht mehr.

(Lange Pause. Beide versuchen swich nicht in die Augen zu sehen.)

Erna: Bist aber ganz schön alt geworden. Es scheint, als hätten dich die Jahre ganz schön mitgenommen.

Elionore: Also ich bitte dich.

(Der Teekessel pfeift.)

Elionore: Das Wasser ist fertig.

Erna: Ich verstehe dich nicht, aber falls du das Pfeifen des Teekessels meinst, ich mache das schon.

(lange Pause)

Elionore: Nun mach schon.

(Pause)

Erna: Ich geh ja schon.

Elionore: Gut so. Ich habe Durst. Außerdem hab ich nicht den ganzen Tag Zeit. Ich treffe mich in drei Stunden mit Harald. Ich muss mich noch herrichten. Wie sehe ich aus?

(Erna wirft Elionore einen bösen Blick zu, dreht sich entschlossen weg vom Herd, setzt sich auf den zweiten Stuhl und schlägt die Tageszeitung vor sich auf.)

Elionore: Was ist? Hast du keinen Durst? Gefalle ich dir nicht? Sind drei Stunden Vorbereitung zu wenig? Falle ich dir zur Last?

(Erna bewegt sich nicht.)

Elionore: Hast du keinen Durst? Immerhin sind wir heute sehr lange Einkaufen gewesen.
(Erna liest weiter Zeitung. Elinore schnappt sich ihren weinroten Kugelhut, schüttelt auffällig ihren Kopf und geht von der Bühne.)

Erna: Ist sie weg? Ich hatte mich so auf ihren Besuch gefreut. Aber jetzt kann ich wenigstens den Tee alleine drinken, so wie man das als alte Dame nun mal so macht.

(Erna legt die Zeitung auf den Tisch, steht auf und nimmt den Kessel vom Herd.)

(Vorhang)

6.November, 2005

Franz Ferdinand - You could have it so much better

Filed under: CD´s

Es ist wohl eines der besten Alben, die ich mir dieses Jahr zugelegt habe. Mit Songs wie outsiders oder natürlich auch mit dem allseits bekannten Lied want to do schaffen die Künstler es, ihr Album abwechlungsreich zu gestalten. Ein Highlight in jedem CD-Regal.
http://www.franzferdinand.co.uk

Bewertung:
spitze!

Kaiser Chiefs in München

Filed under: Konzerte

03.11.2005
Heute war ich mit meiner Schwester und einem Freund auf einem Konzert der Kaiser Chiefs. Es war toll. Da es von o2 gesponsert war, war es kostenlos. Und zwar für jeden. Das Problem war nur, wie kommen wir hin? Natürlich, mit dem Zug. Da unsere Planung innerhalb von zwei Stunden abgeschlossen werden musste, mussten wir uns schnell eine Zugverbindung aussuchen, die uns nach München fährt, und aber natürlich auch eine, die uns wieder nach Hause bringt.
Das war leichter gesagt, als getan. Wir hatten zwar einen Zug, der uns nach München fuhr, aber keinen, der uns wieder zurückbrachte, bis nach Amberg. Der letzte Zug ging von München aus bis nach Regensburg, und nicht weiter. Was blieb uns anderes übrig? Wir wollten zum Konzert, also stiegen wir ein und fuhren.
Aber es war sein Geld, sechs Euro um genau zu sein, wert. Nachdem die Vorband, The Cribs schon mal kräftig eingeheizt hatten, kamen um 21:00 Uhr endlich die Kaiser Chiefs. Wir waren in der ersten Reihe…….

“Mein Vater”

Filed under: Gedanken

Wieso. Wieso tat er das. Es half ja doch nichts.Hatte er das an diesen Stellen, an denen er es sagte, nie daran gedacht, wie es sein könnte. Wie die Worte die mit Hass gefüllt, aus seinem Mund sprudelten, auf uns wirkten. Wahrscheinlich nicht. Und wenn doch, dann erst, wenn er es gesagt hatte. Wollte er sich, oder konnte er sich nicht entschuldigen? Man weiß es nicht, ich weiß es nicht.
Und ich hasste ihn dafür. Ich würde es mir so sehr wünschen, einen Dialog mit ihm führen zu können, irgendwann, ohne, dass er gleich überreagiert. Über die Jahre hinweg wurde es immer schwieriger, mit ihm normal zu reden. Je mehr wir, meine Schwester und ich dagegen rebellierten, desto lauter wurde er. Es war grausam. Er wusste nicht, was er mit uns tat. Und wie er es tat.
Das ist mein Vater. Wie er leibt und lebt.

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Der Text ist frei erfunden!

“Meine Freundin”

Filed under: Gedanken

Sie kam den Gang entlang. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich stand da, und konnte mich nicht bewegen. Ich wollte dagegen ankämpfen, aber es ging nicht. Mit kleinen, hektischen Schritten ging sie an mir vorbei. Nie allein. Immer mit ihren Freundinnen.

Aber warum? Hatte sie Angst, ich würde einfach so über sie herfallen? Sie hatte Angst? Wovor? Ich wurde nervös. Meine Knie zitterten. Heftig. Ich wollte nur noch weg von ihr. So war es also, das Gefühl. Das Gefühl jemanden so sehr zu schätzen. Ja, zu lieben.
Die Szene wiederholte sich oft an einem Schultag. Meine Freunde tuschelten aufgeregt hinter meinen Rücken. Sie meinten, ich bekäme von all ihren Worten nichts mit. Mit Sätzen wie, du schaffst es eh nicht, du bist hässlich, versuchten sie es mir „klarzumachen“, dass ich bei ihr nicht landen konnte. Es tat so weh. Sie hatten ja keine Ahnung. Keine Ahnung.

Im Geheimen dachte ich mir immer, euch wird ich´s zeigen, ihr werdet euch noch anschauen.
Aber es kam nie dazu. Die Brücke verhinderte es.
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Der Text ist frei erfunden.

22.October, 2005

Café um die Ecke Teil 1

Filed under: Alltag

“Sag mal, hörst du mir überhaupt zu??”
“Nö…wieso? Sollte ich das etwa?”
” Ich lade dich ihr auf einen Kaffee ein, und du ziehst hier so eine Show ab?”
“Klar! Ich bin immerhin noch Single, und hab zur Zeit nur ein Ohr für weibliche Zeitgenossen!”
“So,so…!”
“Jetzt sei nicht schon wieder so eingeschnappt! Mit deiner negativen Ausstrahlung störst du das Klima hier!”
“Jetzt bin ich es also, der hier stört? Ich glaubm du kannst deinen Kaffee selbst bezahlen…!”
” Wenn du meinst?”
“Mit dir ist heute echt nicht gut sprechen…aber das ich auch noch SIngle bin, obwohl ich viel mehr zu bieten habe als du, das ist dir auch noch nicht aufgefallen, oder?”
“Das hat dir deine Oma erzählt, oder?”
“Ja! Das ist eine Dame vom Fach! Sie versteht was davon, beziehungsweise sie hat es verstanden. Sie ist doch seit langem taub..”
“Ach die Arme.”
“Danke auch!”
” Ich musst gehen! Danke für die EInladung. War nett mit dir zu plaudern, aber ich glaube, ich suche mir jetzt besser ein anderes Plätzchen, denn schließlich habe ich etwas besseres zu tun, als mit dir über deine taube Oma zu reden!
“Gut. Hat mich auch gefreut. Komm aber ja nicht wieder angegrochen, wenn es nichts geworden ist, ja?”
“Ok!”

Café um die Ecke - Teil 2

Filed under: Alltag

“Hola Luke!”
“Tach auch! Was gibts neues?”
“Lädst du mich auf einen Kaffee ein? - bin zur Zeit plank…..Du hattest recht!”
“Womit?”
“Na mit den Frauen…sie sind alle gleich.”
“Aha..versteh schon. Der Frauenversteher.”
“Dabei hat doch alles so gut angefangen!”
“Fahren sie fort…”
“Watre mal einen Moment. - Zweimal Kaffee, bitte!”
“Kommt sofort!”
“Sie war so freundlich, so liebreizend..”
“Drogen und Kaffe passen nicht!”
“Ich habe nichts geschluckt, ich mein es vollkommen ernst!”
“Jja..”
“Ah, danke! Was macht das? 3,50€ für zweimal Kaffee?? Nehmen sie schon, und lassen Sie mich in Ruhe!”
“Und zurück zum Frauenversteher! Jede Woche neu…”
“Du machst Witze..”
“Schon okay. Ich höre?”
“Gleich nachdem du bei unserem letzten Treffen das Weite gesucht hattest, kam sie auf mich zu. ”
“Du hast ja so recht.”
“Diese Beine, du hättest die sehen sollen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Genial.”
“Komm mal wieder runter.”
“Ja, zuerst gingen wir zu ihr. Schönes Haus. Wirklich. Doch als wir dann eines Abends zu mir in die Wohnung gingen, klingelte, als wir gerade bei der Sache waren, das Telefon, es war Sierra, die ich letzte Woche abserviert hatte…Du weißt schon, die mit den wunderschönen Augen.”
“Ja ja, kenn ich.”
“Auf jeden Fall, als ich ihr zuhörte, und sie nach einer halben Stunde immer noch keinen Punkt gesetzt hatte, geschweige denn leiser geworden war, legte ich den Hörer auf die Seite, und beschäftigte mich wieder mit Sonja.”
“Bis hierhin ist ja alles noch relativ normal, oder?”
“Ja klar. Aber der Hammer kommt ja erst noch. Ein paar Tage später, wieder um die gleiche Uhrzeit stand sie plötzlich vor meiner Tür und spielte meine Verlobte!”
“..Ganz normal, oder etwa nicht?”
“Nein! Sonja hat mich natürlich verlassen, und Sierra auch.”
“Sie sagte, sie wollte sich an mir rächen..”
“Das ist ihr ja wohl gelungen…Also, du entschuldigst mich, ich muss los, hab ja jetzt eine Freundin zu versorgen, ich muss zur Arbeit!”
“Das…..,das ist doch nicht dein Ernst, oder?”

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